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Neues Bauvertragsrecht

Dank 10-Punkte-Plan zum perfekten Bauvertrag

Die Arbeitsgemeinschaft für Bau- und Immobilienrecht (ARGE) hat das seit diesem Jahr geltende neue Bauvertragsrecht zum Anlass genommen, den jetzt 6-seitigen 10- Punkte-Plan zum perfekten Bauvertrag zu aktualisieren.

Als Ziel wurde die Minimierung der bauvertraglichen Risiken gesetzt, um einen möglichst störungsfreien Bauablauf zu ermöglichen.
Die Rechtsanwältin und stellvertretende Vorsitzende der ARGE Baurecht, Birgit Franz, weiß:
Den perfekten Bauvertrag gibt es zwar nicht wirklich, denn dafür sind Bauprojekte einfach zu komplex. Aber mit unseren 10 Punkten können die Parteien dem Ideal schon recht nahekommen.

Besonders in den Bereichen Leistungsbeschreibung und Vertragspartner gebe es gravierende Unterschiede im Vergleich zum alten Bauvertragsrecht.  

Die Beschreibung der zu erbringenden Bauleistungen ist und bleibt das Kernstück des Bauvertrags“, so Franz. Denn was die Beschreibung nicht beinhaltet, wird am Ende extra abgerechnet. „Oftmals müssen im Bauablauf Leistungen erbracht werden, die weder beschrieben noch kalkuliert waren. Diese so genannten Nachtragsleistungen treiben Bauzeit und Kosten in die Höhe.“ 
 
Neu hingegen ist das einseitige Anordnungsrecht des Bestellers. Damit ist es Bauherren nun möglich, während einer Bauphase Änderungswünsche wie beispielsweise ein geändertes Fundament oder ein weiteres Fenster zu äußern. Laut der Rechtsanwältin lassen sich so Risiken der Leistungsänderungen minimieren.