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Mindestlohn im Baugewerbe gestiegen

Unterschiede in den Handwerken

Seit dem 1. Januar 2018 gelten für Baugewerbe, Dachdeckerhandwerk und Gebäudereinigung neue tarifliche Mindestlöhne
– auch in Betrieben, die gar nicht tariflich gebunden sind.

Deshalb gelten die Mindestlöhne auch für Beschäftigte, die von ausländischen Unternehmen nach Deutschland entsandt werden, um hier zu arbeiten.

Die drei Verordnungen traten ab 1. März in Kraft.  


Etwa 64.000 Arbeitnehmer/innen gehören dem Dachdeckerhandwerk an.
Etwa 20 Prozent von ihnen besitzen keinen Facharbeiterabschluss und das spielt nun beim Mindestlohn eine Rolle, denn erstmals unterscheiden Tarifpartner beim Qualifikationsniveau.

Keine Rolle spielt hingegen, ob der Betrieb in Ost- oder Westdeutschland angesiedelt ist. So erhalten gelernte Dachdecker mindestens 0,65 € mehr, also 12,90 €. Ungelernte müssen mindestens 12,20 € verdienen. 
 

In der Gebäudereinigung ist die Dimension etwas größer: etwa eine Million Menschen sind dort beschäftigt. Für sie gilt ab jetzt der Mindestlohn, egal ob sie in einem Tarifbetrieb arbeiten oder nicht.

Im Baugewerbe gelten flächendeckend höhere Mindestlöhne, doch auch hier ist das Qualifikationsniveau entscheidend. Ungelernte erhalten einen Stundenlohn von mindestens 11,75 €, ab 1. März 2019 stehen ihnen dann noch einmal 0,45 € mehr zu. Facharbeiter haben zusätzlich einen regionalen Unterschied, in Ostdeutschland entspricht der Mindestlohn der Lohngruppe 1, in Westdeutschland liegt er nun bei 14,95 €.