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Baubranche verzeichnet steigende Erfolge

Europas Baubranche wächst 3,5 Prozent

Ein kräftigeres Wachstum gab es in Europa letztmals 2006, also kurz vor dem Ausbruch der internationalen Finanzkrise.
So kommentiert ifo-Experte Ludwig Dorffmeister das Wachsen des Bauvolumens in diesem Jahr.
Obendrein nimmt die Baunachfrage erstmals überhaupt in allen 19 Mitgliedsländern von Euroconstruct gleichzeitig zu. Die stärksten Impulse kommen dabei aktuell vom Wohnungsbau.
3,5 Prozent legte die Baubranche in diesem Jahr in Europa zu – und wie es aussieht war das noch nicht das Ende der Fahnenstange. Eine Forschungsgruppe erwartet bis zum Jahr 2020 einen weiteren Anstieg von sechs Prozent in Europa.   

Jedoch bemerkt Dorffmeister auch, dass der Wohnungsbau und der übrige Hochbau künftig ein Minus verzeichnen müssen, wohingegen der Tiefbau mittelfristig die Rolle des Markttreibers übernehmen wird:
Für 2018 und 2019 wird dem Tiefbau ein Plus von vier Prozent prognostiziert. Zusätzlich sollte auch der Bestandssektor erstmals seit drei Jahren wieder stärker zunehmen als der Neubau. 
 
Besonders der große Wohnungsbedarf, die Tiefbau-Offensive des Bundes und die gestiegenen Investitionsneigungen der Unternehmen tragen zur Zunahme der Bautätigkeit bei. Doch auch wenn das Wachstum deutlich abnehmen wird, sind umfangreiche Investitionen im Wohnungs- und Infrastrukturbau geplant. Der Grund hierfür ist die positive Entwicklung Europas und das robuste Wirtschaftswachstum, Unternehmensgewinne, das niedrige Zinsniveau und die öffentliche Finanzlage.